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Strictly Bondage: Ästhetisch, erotisch und fesselnd!

Kategorie: Erotik-Bücher | Donnerstag, 16. Mai 2013 von Chris Heartcore
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Victor Lightworship: Strictly Bondage (Foto: Goliath Books)Mit „Strictly Bondage“ liegt ein äußerst ästhetisches Stück Bondage-Kunst in Bildern vor. Nackt und offen sind die Frauen den Blicken des Betrachters ausgeliefert. Urheber dieses Schaffens ist der US-Fotograf Victor Lightworship, welcher nicht nur mit der Kamera vorzüglich umzugehen weiß, sondern auch die japanische Seilkunst Kinbaku/Shibari vortrefflich beherrscht.

Victor Lightworship: Strictly Bondage (Foto: Goliath Books)Auf 128 schwarz/weißen Seiten gibt es wunderbare Fotos zu sehen, welche ihre hypnothische Wirkung immer wieder aufs Neue entfalten.

Kenner der Subkultur werden sicherlich bei ihrem Anblick ein gieriges Funkeln in den Augen haben, auf Szenefremde dürften die Bilder in „Strictly Bondage“ zuerst allerdings provokant oder gar verstörend wirken. Unweigerlich zwingen sie jedoch jeden zu einem zweiten Blick, denn ihrer Ausstrahlung kann man sich kaum entziehen.

Victor Lightworship: Strictly Bondage (Foto: Goliath Books)Die Bilder sind klar strukturiert, in ihrer Ganzheit fast schon reduziert: Der ästhetische Akt der Seilkunst steht immer in ihrem Mittelpunkt. Die Normalität des Banalen (Wohnung, Terrasse, Garten) wird durch die gefesselten Modelle in ihren bizarre-erotischen Körperhaltungen wie durch einen Schnitt unterbrochen. Dieser Kontrast lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters automatisch auf die so neu erschaffene Realität.

Victor Lightworship: Strictly Bondage (Foto: Goliath Books)Gegensätze bilden auch die Seile auf der Haut der Modelle: Die Struktur der Hanf- oder Juteseile ist ein wunderbarer Kontrast zur weichen Haut. Trotzdem sind sie gleichzeitig organisch und werden auf jedem Bild immer zu einem Teil der Szenerie.

An Techniken gibt es in „Strictly Bondage“ so ziemlich alles zu sehen, was das Kinbaku-Spektrum zu bieten hat: Shinju (Fesselung der weiblichen Brüste), Mata-Nawa (Fesselung des weiblichen Genitals), Karada (netzartige Ganzkörperfesselung), Tsuri (Hängefesselung) und viele mehr. Meist sind sie in Kombinationen zu sehen – der Fotograf geizt für den Betrachter nicht mit seinem Können.

Victor Lightworship: Strictly Bondage (Foto: Goliath Books)Lightworships Alter Ego tritt in dem Bildband als amerikanischer Bürohengst auf (welcher in seiner Art an Michael Douglas in „Falling Down“ erinnert, Anm. d. Red.): distanziert, kontrollierend, spießig. Auch diese Inszenierung steht im Kontrast zu den zerbrechlich wirkenden, ausgelieferten und entblößten Frauen auf den Bildern. Eine perfekte Inszenierung der gesamten Szenerie.

Als Fazit bleibt festzuhalten: „Strictly Bondage“ ist auf jeden Fall einen Blick wert – egal ob für Szenekenner, Fotografen oder Interessierte. Für alle drei Perspektiven sollte der Bildband ausreichend Material bereit halten, welches es bei nähere Betrachtung zu entdecken gibt. Wer zudem noch auf japanisches Bondage mit westlichem Einschlag steht, der sollte hier gut aufgehoben sein.

Mehr Informationen gibt es bei Goliath Books.

 

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