Porno statt PorNO: Ideenlose Pornografinnen

Kategorie: Erotik-Bücher | Dienstag, 4. Januar 2011 von Fritz Filou
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Sabine Lüdtke-Pilger: Porno statt PorNO! (Foto: Schüren Verlag)Die Brigitte interviewt Erotik-Regisseurin Petra Joy, der Spiegel widmet sich ihrer Kollegin Erika Lust. Sei es beim Pornfilmfestival 2010 in Berlin oder bei der Verleihung der „PorYes“-Awards im vergangenen Jahr:  Pornografie für Frauen, am besten von Frauen, ist defintiv im Mainstream angekommen.

Autorin Sabine Lüdtke-Pilger widmet sich in „Porno statt PorNo“ diesem Phänomen und untersucht die vermeintlichen Besonderheiten der Frauenpornografie an Werken von Petra Joy und Jessica Nilsson („All About Anna„).  Die Lübeckerin versucht die Antwort auf die entscheidende Frage zur Frauenpornografie zu geben:  Was unterscheidet diese von  Pornografie für Männer?

Sabine Lüdtke-Pilger: Porno statt PorNO! (Foto: Schüren Verlag)Das Fazit der Kulturwissenschaftlerin ist ernüchternd:  Der frauenpornografische Film sei von einer Filmsprache entfernt, die der weiblichen sexuellen Fantasie gerecht werde!  Interessant beispielsweise wie Lüdtke-Pilger das klischeehafte Geschlechterbild in „All About Anna“ herausarbeitet.

Trotzdem ist „Porno statt PorNo“ nur bedingt empfehlenswert.  Lüdtke-Pilger konzentriert sich zu sehr auf die (ausführliche) Analyse. Bezeichnend, dass das Kapitel „Fazit“ nur aus zwei (!) Seiten besteht. Man wünscht sich, dass sie ihre Abschluss-Thesen mehr und deutlicher untermauern würde…

Mehr Informationen gibt es beim Schüren-Verlag.

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