Sie befinden sich hier: Home » Allgemein » PFF 2011: Fisting, Classic Porn und Praunheim unter einem Dach!

PFF 2011: Fisting, Classic Porn und Praunheim unter einem Dach!

Kategorie: Allgemein | Donnerstag, 3. November 2011 von Fritz Filou
avatar

Pornfilmfestival Berlin 2011 (Foto: Fritz Filou)Schade, dass es schon wieder vorbei ist! Am vergangenen Wochenende ist das sechste Pornfilmfestival (PFF) zu Ende gegangen. An fünf Tagen sind im Berliner Kino Moviemento über 40 Lang- und 70 Kurzfilme rund um die Themen Sex, Porno, Schwul, Lesbisch sowie Transgender gezeigt worden. Über 5000 Karten gingen über den Verkaufstresen: Besucher-Rekord!

Dies ist aber auch kein Wunder: Kein Filmfestival in Europa präsentiert solch ein vielfältiges und ambitioniertes Programm, das sich mit Titeln abseits des Mainstream-Pornos beschäftigt. Einer der Themen-Schwerpunkte war in diesem Jahr „Classic Porn„.

Eine Besonderheit des Pornfilmfestival: Bei vielen gezeigten Streifen sind jeweils Darsteller oder Regisseure anwesend, die sich nach der Vorführung in einer Diskussion dem Publikum stellen. So berichtete Rosa von Praunheim nach Screening seiner Doku „Die Jungs vom Bahnhof Zoo“ über seine Zusammenarbeit mit der Hilfs-Organisation Subway (einem Projekt für männliche Straßenprostituierte) während der teils schwierigen Dreharbeiten.

Der niederländische Porno-Pionier Willem van Batenburg war mit seiner Darstellerin Diana de Koning anwesend. Gemeinsam erzählten sie über die abenteuerliche Produktion ihres Spielfilms „Pruimenbloesem„, der Anfang der 80er ein großer Erfolg in ihrer Heimat war und mit seiner aktiv handelnden Protagonistin als Vorreiter in Sachen Pornos für Frauen gilt.

Auch das Rahmenprogramm des Pornfilmfestivals hatte es in sich : So gab es u.a. einen von Darstellerin Judy Minx geleiteten Workshop zum Thema Fisting oder einen Vortrag von Autor Christian Kessler (“Die läufige Leinwand“) zum „Classic Porn“ der USA aus den 70er und frühen 80ern mit zahlreichen Filmbeispielen. Tolle Partys, bei denen Regisseure wie Bruce La Bruce oder Emilie Jouvet anwesend waren, rundeten den Festival-Genuss ab.

Und es gab auch Gewinner! Am Sonntag kürten Jurys folgende Streifen zu den besten des Festivals: „Uncle David“ von David Hoyle, Mike Nichols und Gary Reich gewann in der Kategorie „Best Feature Film“, „Bottom X“ des Amerikaners Todd Verow wurde als „Best Documentary“ ausgezeichnet und schließlich „Gang Bang Barbie“ von Joanna Rytel räumte als bester „Short Film“ ab.

Wir freuen uns auf 2012!

Mehr Informationen zum Pornfilmfestival gibt es hier.

 

Filme des Pornfilmfestivals 2011 gibt es in der Erotic Lounge

Einen Kommentar schreiben


4 + = zehn