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Manuel Ferrara im Interview: Porno ist auch Liebe!

Kategorie: Interviews | Freitag, 4. Juli 2014 von Chris Heartcore
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Manuel Ferrara im Interview: Porno ist auch Liebe!

Manuel Ferrara gehört sicherlich zu den besten Pornodarstellern, welche die internationale Branche momentan vorweisen kann! Spätestens nach „Portrait Of A Callgirl“ 2011 und „Wasteland“ 2012 hat er bewiesen, dass er als Darsteller nicht nur Gonzo kann. Der gebürtige Franzose war auch bei den Erotic Lounge Awards 2013 als „Bester Darsteller“ nominiert. Wir trafen Manuel auf der Erotikmesse Venus in Berlin zum Interview.

Hi Manuel!

Hey!

Wir sind hier auf der Erotikmesse Venus in Berlin. Besteht zwischen Berlin und deiner Arbeit ein Verbindung?

Eher zwischen der Messe als zu der Stadt Berlin. Ich komme nicht nach Berlin um zu drehen, sondern auf die Messe um Geschäftspartner zu treffen mit denen ich in Europa zusammenarbeite. Und natürlich komme ich her um zu schauen welche neuen Girls am Start sind.

Du bist gleichzeitig Darsteller und Regisseur. Wo besteht da für dich der Unterschied?

Für mich gibt es da keinen großen Unterschied. Bei den Filmen in denen ich Regie führe, bin ich auch immer als Darsteller aktiv. Der einzige Unterschied besteht für mich darin, dass ich selbst entscheiden kann mit wem ich drehe. Als Darsteller musst du mit dem Girl drehen, welches dir vor die Nase gestellt wird! In meinen Filmen sind die Mädels alle von mir handverlesen, ich suche mir nur die Girls aus, mit denen ich auch selbst Sex haben möchte! Auf der anderen Seite macht die Arbeit hinter der Kamera nicht halb so viel Spaß wie davor! (lacht)

Du bist bekannt für deine intensiven Sex-Performances. Sie erinnert ein wenig an den jungen Rocco Siffredi – was ist dein Geheimrezept dafür?

Ich mache einfach was ich mag, und mache selten was der Regisseur mir sagt! Ich hebe nicht mein Bein, nur weil der Regisseur es jetzt so will. Ich schlafe so mit der Frau, wie ich gerade Lust darauf habe. Ich praktiziere vor der Kamera den gleichen Sex wie privat Zuhause auch. Klar muss ich ein wenig Rücksicht auf die Kamera am Set nehmen, aber ich verbiege mich für eine Szene nicht und habe immer echten Spaß dabei. Ich mache nur Dinge, die mich privat auch anturnen!

Wie würdest du deinen Stil beschreiben – als Darsteller und als Regisseur?

Hey, ich bin Franzose – für mich geht es dabei um die Liebe! Der Moment wenn du wirklich in der Szene bist… dann ist es egal was vorher war, oder nachher sein wird… in diesem Moment bist du in diese Frau verliebt mit der du Sex hast! Das ist das ganze Geheimnis.

Wenn du so viel Kohle hättest, dass du einen Film so produzieren könntest wie du wolltest… wie sähe der aus?

Puh… (schweigen) Man, ich habe keine Ahnung! (lacht) Ich liebe einfach was ich mache! Klar könnte ich mehr Geld in meine Filme stecken, aber es würde nicht die Art meiner Filme ändern. Ich liebe die Art und Weise wie ich sie jetzt drehe, warum sollte ich es also ändern wollen? Wenn ich mehr Geld hätte würde ich es in alles Andere investieren als in Porno. Meine Filme würden also die gleichen bleiben!

Es ist für dich also wichtig Porno zu leben?

Ja, ich liebe und lebe Porno! Aber natürlich habe ich auch Leben außerhalb der Branche, es ist halt so eine „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“-Ding. Ich bin halt ein total normaler Typ, mit einem eher nicht normalen Job! Und wenn ich meinen Job mache, kommt halt diese bizarre Monster zum Vorschein! (lacht)

Wenn die Kameras aus sind – was sind deine Hobbys?

Ich liebe Basketball! Ich lebe in Los Angeles, spiele dort viel Basketball und unternehme was mit meiner Familie.

Gibt es für dich einen Unterschied zwischen dem US-Star und den Stars in Europa?

Ja, klar! In den USA behandeln sie Pornografie wie das Showbiz. Die Girls dort wollen noch wirklich Stars sein und arbeiten auch mit aller Energie daran. Du hast die großen Auszeichnungen und die tollen Shows bei den Preisverleihungen. Viele DarstellerInnen spielen auch mittlerweile in Mainstream-Filmen usw. Auch von den Studios ist man bemüht, den Starstatus zu fördern. In Europa hingegen ist alles sehr kompliziert. Hier gibt es nicht mehr die großen Stars, die es eigentlich geben sollte! Die europäischen Mädels die ich noch als Stars kenne, waren das schon vor Jahren – z.B. Tarra White. Wer aktuell hier in Europa ein Star ist? Ich habe keine Ahnung, da fällt mir kein Name ein…

In Europa ist das französische Studio Marc Dorcel das momentane Flaggschiff in Sachen Porno. Gute Regisseure, tolle Filme. Ist beständige Qualität die den Unterschied am Markt macht?

Nun ja, so würde ich das nicht sagen. Es ist sehr wichtig viele verschiedene Arten von Pornografie zu haben, denn jeder von uns ist ja auch verschieden. Grundsätzlich kannst du deinen Spaß mit jeder Art von Porno haben. Ich bin auch mit Rocco– und Stagliano-Filmen aufgewachsen, habe mir aber auch Sachen von Marc Dorcel und Salieri angesehen. Doch mir war es egal von wem das ist, denn ich wollte nur sehen wie die Girls flachgelegt werden. Von daher, wird jeder seine eigenen Qualitätsansprüche an seine Wichs-Filmchen haben! (lacht)

Danke Manuel für das Interview und alles Gute!

Dankeschön!

 

Filme von und mit Manuel Ferrara gibt es in der Erotic Lounge

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