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Lexington Steele im Interview: Rocco Siffredi ist mein Held!

Kategorie: Interviews | Montag, 10. März 2014 von Chris Heartcore
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Lexington Steele im Interview: Rocco Siffredi ist mein Held! (Foto: Erotic Lounge)Er darf sich zu Recht zu den ganz Großen der Porno-Banche zählen: Lexington Steele. Der amerikanische Pornodarsteller und -regisseur wurde nicht nur mehrfach als „Darsteller des Jahres“ ausgezeichnet, sondern ist als Regisseur bei dem US-Studio Evil Angel ebenso angesehen wie auch seine eigene Produktionsfirma international erfolgreich ist. Wir trafen Lex auf der Erotikmesse Venus für ein gemütliches Interview. Natürlich wie immer auch als Videoclip!

Hi Lexington!

Hi!

Wir sind hier auf der Erotikmesse Venus in Berlin. Gibt es für dich einen Unterschied zwischen den AVN- und den Venus-Messe?

Klar, einen großen Unterschied sogar! Bei der AVN hast du primär US-Firmen und Studios. Im Verglich dazu ist die Venus weltweit, bzw. international aufgestellt. Die internationale Branche trifft sich auf dieser einen Messe, was dieser eine sehr große Bedeutung zukommen lässt.

Was ist für dich der Unterschied zwischen der US- und der europäischen/deutschen-Porno-Branche?

Ich habe bereits oft in Europa gearbeitet, z.B. Budapest, Prag, Paris, London, Barcelona etc.. In Europa hast du mehr Hardcore. Die Studios, Regisseure und Produzenten versuchen mehr aus ihren Möglichkeiten zu machen. Im Vergleich zum US-Markt geht es um extremeren Hardcore-Sex. In Amerika ist das Anliegen eher, Stars zu erschaffen. In Europa hingegen sind die Leute daran interessiert, handwerklich gute Erwachsenunterhaltung zu kreieren. Ich habe immer gerne in Europa gearbeitet, denn man hat immer neue Gesichter gehabt. Auch wird in Europa viel mehr Material pro Szenen gedreht. In Amerika dreht man vielleicht für zwei Stunden und schneidet es dann runter auf eine 22 Minuten-Szene. In Europa habe ich für eine Szene drei bis vier Stunden gedreht. Ich glaube, der Anspruch in Europa ist größer.

Ein großes persönliches Anliegen für dich ist ja der Rassismus in der Porno-Branche. Ist das in der heutigen Zeit überhaupt noch ein Thema?

Leider existieren in Amerika noch immer Elemente, die einer rassistischen Mentalität entspringen. Ich hatte nie das Gefühl gehabt, das die Frauen die mit mir als Schwarzen gedreht haben, ein Problem damit hatten. Es waren eher ihre Ehemänner, Freunde oder Angehörigen die damit ein Problem haben, wenn ihre Frauen mit einem schwarzen Mann Pornos drehen. In Europa interessiert das niemanden. Hier gibt es keine mentale Aufteilung nach verschiedenen Rassen in den Köpfen. Hier werde ich einfach als Typ wahrgenommen. Für eine europäische Darstellerin ist es nur wichtig zu wissen mit wem sie dreht: Wenn es um einen Dreier mit zwei Typen geht ist es ihr egal, ob der eine Weiß und der andere Schwarz ist. In Amerika ist das leider noch ein echtes Problem!

Leider gab es in letzter Zeit in der US-Branche Probleme mit HIV. Wie stehst du dazu?

Das Test-System für Hetero-Pornos in Amerika ist sehr strikt und äußerst effektiv. Was in den Medien nicht klar gestellt wurde ist, dass die HIV positiven Fälle in der Gay-Branche aufgetreten sind – nicht in der Hetero-Szene. Die US-Medien machen da keinen Unterschied: Für sie gibt es nur drei Fälle von HIV bei den Porno-Leuten! Im aktuellen Fall hat der Freund einer Hetero-Darstellerin sich bei einer Gay-Produktion angesteckt und seine Freundin dann mit dem Virus infiziert. Zum Glück existiert aber eben ein sehr striktes Test-System, damit die Infektion sofort entdeckt werden konnte. Für alle Kritiker sollte dies der Beweis sein, dass das System hochgradig effektiv ist und sehr gut arbeitet.

Wie würdest du deine Art von Pornographie beschreiben?

Vorab muss ich sagen, dass mein persönlicher Held Rocco Siffredi ist. Mein ganzes Leben bin ich damit groß geworden, dass ich so Sex aben wollte wie Rocco ihn hat. Als ich dann angefangen habe Pornos zu drehen, habe ich meine ganze Karriere praktisch an der von Mr Seffredi gespiegelt. Daraus ergibt sich, dass mein Sex sehr energetisch ist. Auch lege ich sehr viel Wert darauf, die hübschesten Girls zu bekommen – egal ob es auch die teuersten sind. Ich drehe lieber weniger, aber dafür stimmt die Qualität. Egal ob es mein eigenes Studio „Mercenary Pictures“ oder die Arbeit für Evil Angel ist: Viel sexuelle Energie, hübsche Girls und eine 1a-Produktion – das macht meine Arbeit aus und ich denke, dass der Konsument dies auch zu schätzen weiß!

Wer ist denn im Moment denn für dich der/die beste DarstellerIn?

In Amerika war ich wirklich sehr angetan als ich mit Skin Diamond und Asa Akira zusammen gearbeitet habe. Bei den männlichen Darstellern wird es schwieriger, denn es gibt nur eine kleine Anzahl von wirklich guten in der Branche: Manuel Ferrara, ein enger Freund von mir, Nacho Vidal und Toni Ribas  – Darsteller aus Europa sind echt gut! Und natürlich Lexington Steele! (lacht) Wer der/die Beste ist ändert sich ja eh andauernd. Das Wicked Pictures-Girl Samanta Saint ist z.B. unglaublich! Jada Stevens… ich glaube ich könnte hier noch wirklich viele aufzählen, die für mich wirklich zu den Besten zählen.

Was machst du wenn die Kamera und die Lichter aus sind privat so?

Du wirst es nicht glauben, aber ich lese! (lacht) Ich lese unglaublich gerne, meistens 2-3 Bücher parallel. Biografien, Non-Fiction und Politik sind die Themen die ich bevorzuge. Auch finde ich Fahrradfahren super – egal ob Straßen- oder Mountain-Biking. Natürlich trainiere ich auch viel, damit ich in Form bleibe. Außerdem liebe ich Videospiele! Schau dir mal meine beiden Daumen an: Die sind schon ganz rund gespielt! (lacht)

Echt, was spielst du denn im Moment am liebsten? GTA5?

Nein! (lacht) „Fifa 14″ ist momentan mein Liebling! Ich habe schon mein ganzes Leben Fußball gespielt, sogar semi-professionell. „Fifa“ mag ich. Und „Call Of Duty“! Und Rennspiele! (lacht)

Lex, danke für das Interview!

Ich danke dir!

 

Filme von und mit Lexington Steele gibt es in der Erotic Lounge

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