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Im Interview: Maria Mia und Tim Grenzwert

Kategorie: Interviews | Dienstag, 7. Januar 2014 von Chris Heartcore
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Im Erotic Lounge Interview: Maria Mia und Tim GrenzwertErotikstar Maria Mia und Erotic Lounge Award-Gewinner Tim Grenzwert im Interview. Wir trafen die beiden auf der letzten Venus-Messe in Berlin und plauderten über ihre neue Aufgabe bei Magmafilm, ihr neues Label, Marias Zukunftspläne und die Familie. Das Interview mit zwei grundsympathischen Menschen gibt es wie immer auch als Videoclip zum ansehen!

Hallo Maria Mia, hallo Tim!

Hi!

Wir haben in dieser Konstellation das erste Mal miteinander zu tun: Ist es für euch ungewohnt als Paar auf der Venus zusammen zu arbeiten?

Tim Grenzwert: Eigentlich nicht. Wir haben ja schon die letzten drei Jahre gemeinsam einen eigenen Stand gehabt – wir sind da schon ein eingespieltes Team und nur noch ein bisschen nervös.

Maria Mia: Ich bin gar nicht nervös… (lacht)

Tim Grenzwert: Maria ist schon total abgehärtet was das betrifft (lacht). Es ist wie ein Heimspiel: Es ist unsere Stadt, wie verstehen uns und haben jeden Tag miteinander zu tun. Schön, dass man auch miteinander arbeiten kann.

Wir sind jetzt hier am Stand vom Studio Magmafilm, welches eure neue Heimat geworden ist. Könnt ihr mal kurz erzählen wie es dazu kam?

Maria Mia: Oh, dass muss Tim erzählen… (lacht)

Tim Grenzwert: Also… Maria und ich hatten schon mit Lars Rutschmann (aka Michael Ryan, ein Schweizer Pornodarsteller, Produzent und Regisseur, anm. d. Red.) Kontakt, bevor er bei Magmafilm angefangen hat. Man hat sich gut verstanden, sich mal zum Essen getroffen – und da haben wir man gemerkt, dass wir vom Humor und menschlichen auf einer Ebene sind. Er hat dann auch mal gesagt, dass wir irgendwann einmal etwas zusammen machen müssen. Dann hat es gar nicht mehr lange gedauert, und Lars war bei Magmafilm. Eine seiner ersten Tätigkeiten dort war, dass er dafür gesorgt hat das Maria und ich für Magma produzieren. Wir haben dann zusammen einen Film gemacht, praktisch als Bewerbung, und der war ok – und jetzt sind wir da.

Maria, bist du denn überhaupt noch aktiv am drehen, oder bist du jetzt mehr hinter der Kamera anzutreffen?

Maria Mia: Hmmm – eigentlich bin ich mittlerweile mehr hinter der Kamera. Ich drehe natürlich noch selbst Clips für unsere Internetseiten und in den Filmen bin ich teilweise noch aktiv, z.B. für „V Dreams: The Final Chapter„, „Hauptstadt Porno Teil 1“ und „Hauptstadt Porno Teil 2“ – da habe ich immer mal wieder so kleine „Gastspiele“ (lächelt). Eigentlich kristallisiert sich aber immer mehr heraus, dass ich so langsam aber sicher hinter die Kamera wechseln werde, ja.

In Amerika ist es ja mittlerweile normal, dass Pornostars ihre eigenen Label haben, bzw. sehr viele Frauen auch als Regisseurinnen arbeiten. In Deutschland gibt es nur sehr wenige, die diesen Schritt gehen. Woran könnte das liegen?

Maria Mia: Ich denke, das ist ein finanzieller Aspekt. Filme zu produzieren ist nicht einfach: Es gehört eine Idee dazu, ein Vertrieb usw. Es kostet alles Geld und ist nicht einfach mal so gemacht. Diesen Fakt unterschätzen viele. Tim, zwei weitere Partner und ich haben jetzt zusammen das Label „Weisse Katz“ gegründet, auf dem voraussichtlich im März 2014 das Regie-Debüt von mir erscheinen soll!

Tim, du bist ja noch relativ jung, aber schon sehr erfahren in der Branche. Angefangen hast du als Praktikant beim Label Inflagranti und bist mittlerweile zu einem der bekanntesten, aktiven deutschen Pornoregisseure aufgestiegen. Wie ist denn so ein Werdegang? Wie kommt man da rein, wie sammelt man so viel Erfahrung und wie schafft man es dann als Regisseur so bekannt zu werden?

Tim Grenzwert: Es hat einfach eine Menge damit zu tun, dass ich einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Damals nach meinem Fachabitur wollte ich eigentlich an die Filmhochschule. Davor dann einfach noch einmal ein Praktikum machen –  um mich mit der Technik auseinanderzusetzen. Mein Bruder hat mir dann den Tipp gegeben, bei Inflagranti Film ein Praktikum zu machen. Als ich mitbekommen habe, dass es um Porno-Produktionen ging, dachte ich als Typ natürlich „Wow, geil!“ (lacht) Ich habe dann aber sehr schnell gemerkt, dass es harte Arbeit ist. Ich bin dann dort geblieben, weil die Leute sind mir echt ans Herz gewachsen. Ich arbeite auch noch immer für Inflaganti, mache dort die Produktionsleitung.

Ansonsten habe ich einfach immer hart gearbeitet, immer weiter gemacht. Bin dann von Firma zu Firma gekommen. Da hat mich dann wieder jemand gesehen nach dem Motto: „Hey, du machst Kamera – gib mal deine Karte„. So war es auch mit Harry S. Morgan: Er kam sogar extra nach Berlin und hat sich mit uns getroffen. So wurde der Name eigentlich beiläufig immer bekannter, jeder in der Branche kannte mich. Durch Facebook kam dann noch der Name „Grenzwert“ dazu – jetzt bin ich halt Tim Grenzwert. Es ist alles mehr ein großer Zufall. Ich mache nur meinen Job, will mein Geld verdienen damit ich mit meiner Familie ein schönes Leben habe. Ich mache einfache nur meine Arbeit, aber die macht mir eben tierisch Spaß! Es ist nur ein Job!

Maria Mia: …aber den macht er gut!

Familie, Privatleben, Porno – wie lässt sich das miteinander vereinbaren?

Maria Mia: Man muss eine ganz klare Grenze ziehen! Wenn Familie angesagt ist, dann ist Porno ganz weit weg und kein Thema. Man muss sich auch Auszeiten nehmen, die dann auch ganz klar nur für die Familie reserviert sind, z.B. Weihnachten, oder Freunde treffen…

Tim Grenzwert: …wobei es ist schon recht schwer, gerade jetzt wo wir auch für Magmafilm drehen. Es sind viele Aufträge die auf uns zukommen – da ist es dann schon schwer zwischendurch richtig abschalten zu können. Man redet schon viel über die Arbeit. Meistens ist es dann Maria die mich bremst, weil eben Feierabend ist.

Maria Mia: Deshalb braucht man auch Hobbys. Ich gehe z.B. jeden Donnerstag mit meiner Tochter schwimmen. Das ist wichtig und muss eben sein. Diese Zeit sollte man sich dann aber auch nehmen…

Tim Grenzwert: Schwimmen ist auch gut für die Brust (grinst)! Bei mir ist es nicht der Sport, sondern mein Nebenprojekt heißt „FrääG„. Da geht es um Videospiele, Comics, Horrorfilme und so einen Kram. Aber eben auch mal kein Porno. Ansonsten ist unser Hobby die Familie, unsere Tochter.

Die berühmten letzten Worte: Wollt ihr noch was loswerden, was fü euch ganz wichtig ist?

Tim Grenzwert: Seid lieb zueinander…

Maria Mia: …seid ehrlich und treu…

Tim Grenzwert: …und hört auf euch auf Facebook gegenseitig fertig zu machen. Internet-Mobbing ist echt schlimm! Auch in unserer Branche gibt es so Fälle, und das ist echt peinlich!

Maria, Tim – vielen Dank für das Interview und euch alles Gute!

Maria Mia, Tim Grenzwert: Danke, euch auch!

 

Filme mit Maria Mia und Von Tim Grenzwert gibt es in der Erotic Lounge

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