Im Interview: Jurgen Claes (Miss Lucifer)

Kategorie: Interviews | Donnerstag, 15. Juli 2010 von Vin Weasel
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Erotik-Label Miss Lucifer LogoMit nur zwei Produktionen hat sich die belgische Company „Miss Lucifer“ eine bekennende Fangemeinde erarbeiten können. Keine schnell heruntergedrehte Massenware, sondern hochklassige Spitzenproduktionen, die es sogar mit Mainstream-Hollywood-Streifen aufnehmen können. Grund genug, mit Gründer Jurgen Claes über das Geheimnis des Erfolges zu sprechen.

Hallo Jurgen, kannst Du uns vorab kurz in ein paar Worten etwas über die Historie von Miss Lucifer, und wie es Dich ins Erotik-Fach verschlagen hat, erzählen?

Angefangen hat es für mich etwa vor 15 Jahren, noch während des Studiums. Damals hab ich meine erste Erotik-Seite ins Netz gestellt, zu Beginn noch mit sehr einfachen, billigem Content. Als ich dann später aber die Möglichkeit hatte Textnachrichten mit einzubauen und anzubieten, ging das Ding durch die Decke! Danach hab ich zusammen mit Lew (Xypher) Miss Lucifer gegründet, um die Inhalte nicht nur im Web, sondern auch via IPTV anbieten zu können. Erotik-Label Miss Lucifer LogoEs war letztlich Lew’s Idee, ein eigenes Label zu gründen. Er war der Meinung, dass es noch immer einen Markt für hochklassige Erotik-Produktionen gibt. Also machten wir uns an die Arbeiten zu „Hell Is Where The Party Is“.

Das heißt dann auch, dass Ihr Euch bewußt entschieden habt, mit Eurer ersten Produktion „Hell Is Where The Party Is“, die ja eher wie ein Musikvideo rüberkam, einen neuen Style in der Erwachsenenunterhaltung zu etablieren?

Defintiv ja! Für „Hell is…“ wollten wir eine Atmosphäre schaffen, die einem Club-Abend nahe kam. Man kommt aus der Disco nach Hause, vielleicht sogar mit der Freundin, und der Film, den man laufen lässt, hat den gleichen Style, wie die Party, auf der man gerade war!

Ron Jeremy in "Malice in Lalaland"Mit der zweiten Produktion „Malice In Lalaland“ habt Ihr dann noch einen drauf gesetzt. Man kann wirklich behaupten, dass der Streifen wie ein Donnerschlag in der Szene eingeschlagen ist. Mit dabei Superstars, wie Sasha Grey oder Porno-Legende Ron Jeremy. Ihr konntet beweisen, dass die Zeit für „Big Budget Adult“ noch lange nicht zu Ende ist. Hast Du jemals darüber nachgedacht, dass das Projekt auch scheitern könnte?

Ehrlich gesagt, ich denke nie darüber nach, dass es schief gehen könnte. Wenn man Großes erreichen will, muss man eben auch große Risiken eingehen. Der Film ist wirklich State Of The Art, und es wird auch zukünftig schwer werden dies zu toppen – wir werden allerdings alles daran setzen, beim nächsten Mal noch einen draufzusetzen!

Nimmt man die XXX-Szenen heraus, funktioniert „Malice…“ zweifelsfrei auch als „normaler“ Feature Film. Denkt Ihr darüber nach, eine softe Version zu schneiden?

Wir sind gerade dabei! Lew schneidet dieser Tage eine non-adult Version von „Malice In Lalaland„!

Sasha Grey in "Malice In Lalaland"Nun habt Ihr mit den ersten beiden Filmen die Messlatte bereits ziemlich hoch gelegt, da drängt sich die Frage auf: Was kommt als nächstes aus dem Hause Miss Lucifer?

Wir sind gerade dabei, den Plot für die nächste Produktion zusammenzuschreiben. Die Ausarbeitung wird dann noch einige Monate dauern. Auch für das Storyboard brauchen wir noch eine Weile, aber ich denke, wir können den Drehbeginn Februar 2011 ansetzen. Sobald es losgeht, geb ich Dir natürlich Bescheid.

Danke Jurgen für das Interview. Dir und Miss Lucifer auch weiterhin viel Erfolg!

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