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Erotikbranche macht mobil gegen Raubkopien im Internet

Kategorie: News | Mittwoch, 3. November 2010 von Chris Heartcore
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Erotikbranche macht mobil gegen Raubkopien (Foto: Erotic Lounge)Bereits Anfang des Jahres veröffentlichte die „Free Speech Coalition“ (FSC) neue Anti-Raubkopie-Spots auf YouTube, in denen bekannte Erotikstars und Regisseure erklären, warum und wie Raubkopien die Qualität der Erotikfilme beeinflussen (wir berichteten). Jetzt legt die US-Erotik-Branche im Kampf gegen die „Gratis-Pornokultur zum Nulltarif“ im Internet anscheinend eine Schippe nach: Tube-Seiten und Raubkopierern soll eine Klagewelle drohen.

Mitte Oktober gab es dazu bereits ein konspiratives Zusammentreffen namens „Content Protection Retreat“ (CPR) von Vertretern der wichtigsten und einflussreichsten US-Porno-Studios und Erotikunternehmen in Tucson, Arizona (dabei waren u.a. Hustler, Evil Angel, Pink Visual, Private, Score, Silver Sinema u.v.m.). Thema: Wie kann man die Porno-Piraterie eindämmen? Wie geht man mit Usern um, die Filme unautorisiert und ohne Rechte weiterverbreiten? Soll man dem Beispiel der Musikindustrie folgen, und in Form von Klagen und Abmahnungen gegen den Missbrauch vorgehen?

Hintergrund für diese Entwicklung sei, dass die US-Porno-Branche auf den Produktionskosten der Erotik-Inhalte sitzen bleiben, während sich Piratenseiten im Internet mit der unautorisierten Weiterverbreitung der Studio-Filme auf illegale Weise bereichern würden. Die Ergebnisse der aktuellen Beratungen könnten Auswirkungen auf das gesamte Web haben, denn Pornografie gehört nach wie vor zu den beliebtesten Anwendungen im „www“ (wir berichteten) – und die US-Porno-Industrie ist eben der größte Produzent von Erotikfilmen weltweit.

Der "Content Protection Retreat" (CPR) fand im Oktober mit namhaften US-Porno-Studios statt (Foto: Pink Visual)Ein ehrgeiziges Ziel haben sich die e-Commerce-Pioniere aus der Erotik-Industrie bereits gesetzt: Bis 2012 sollen die Betreiber illegaler Seiten entweder in die Legalität gezwungen werden, oder aus dem Web verschwunden sein. Unklar sei angeblich weiterhin wie man mit Fans umgehen soll, welche ohne kommerzielles Interesse die Filme tauschen würden.

Fakt ist jedoch, dass bereits im September und Oktober diesen Jahres Klagen gegen sogenannte „Tube“-Seiten eingereicht wurden, welche die US-Porno-Studios alle für sich entscheiden konnten – mit Schadensersatzleistungen im mehrstelligen Millionenbereich. Die jüngste Meldung zu diesem Thema besagt, dass Regisseur Axel Braun Klage gegen über 7000 Fälle von illegaler Verbreitung seines Blockbusters „Batman XXX: A Porn Parody“ erhoben hat.

Ich bin echt wütend„, so Axel Braun. „Die Menschen erkennen nicht, dass ihre illegalen Film-Downloads alle am Film beteiligten Personen treffen, die für die diesen wirklich hart gearbeitet haben: Von den DarstellerInnen, über die Produktions-Assistenten bis hin zu den Make Up-Leuten. Sie alle leben davon, und „Batman XXX“ habe ich aus privater Tasche bezahlt!

Experten rechnen daher damit, dass aus genannten Gründen und Erfolgen eine wirklich große Klagewelle nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte – welche ganz nebenbei für erhebliche Unruhe im gesamten Web sorgen dürfte.


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5 KOMMENTARE

  1. avatar Raubkopien – DVD und CD-Preise steigen an! | forumschmiede.de blognews
  2. avatar Raubkopie-Problem – Hier hängen Jobs dran! | epcor.biz – Newsblog
  3. avatar Raubkopien – Nein danke! | lightsonnebraska.biz – Newsblog
  4. avatar Ärger über Raubkopien in der Pornobranche | againhome.info – Newsblog
  5. avatar Raukopien macht die Pornoindustrie „billig“! | agrotex.info – Newsblog

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