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Dana Vespoli: Ich bin ein Porno-Fan! Teil 2

Kategorie: Interviews | Mittwoch, 9. April 2014 von Chris Heartcore
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Dana Vespoli: Ich bin ein Porno-Fan! Teil 2 (Foto: Erotic Lounge)Im zweiten Teil des Interviews erzählt uns Darstellerin und Regisseurin Dana Vespoli über ihre Leidenschaft für die etwas härtere Gangart in Filmen, über Kompromisse die man mit Firmenphilosophien machen muss und ihre nächsten persönlichen Ziele. Auch wollten wir von ihr wissen, wie es denn mit dem gesundheitlichen Schutz am Set bestellt ist. Ihre Antworten wie immer im Clip!

Interview, Teil 2

Dana, in Deutschland bedient der BDSM/Kink/Raw Sex-Bereich in Filmen eher eine sehr kleine Nische. Wie sieht es in den USA aus?

In den USA sind diese Genres überraschender Weise sehr beliebt! Das Studio Kink.com ist unglaublich erfolgreich mit seinen Inhalten. Ich denke die intensive puritanische Energie, welche dieser Art von Sex inne wohnt, spricht viele geheime Sehnsüchte bei den Menschen an. Ich mag diese Art von Action ja auch sehr gerne, aber es ist für mich nicht leicht dies auch auf Film zu bannen. Dann bekommst du Anrufe vom deinem Studio nach dem Motto „Dana, du kannst sie doch nicht anal fisten!„, oder „Ist das da dein Fuß in seinem Hintern?“ – wir müssen das rausschneiden damit wir den Film besser verkaufen können! Nicht jede Praktik passt in jede Unternehmensstrategie, aber es gibt eben auch Studios die erfolgreich vormachen, dass es auch dafür einen sehr großen Markt gibt!

Gibt es für dich in deinen Filmen ein persönliches Limit, eine Grenze die du für dich selbst nicht überschreitest?

Also ich verfahre so: Auf der einen Seite gibt es für mich die Regeln, welche Evil Angel für mich als deren Regisseurin aufstellt. Hier gibt es also von der Seite des Studios, welche Praktiken machbar sind und welche eben nicht. Firmenphilosophie. Auf der anderen Seite gibt es dann meine persönliche Regel: Wann immer sich eine beteiligte Person mit irgendetwas unbehaglich fühlt, ist die Szene/Praktik abzubrechen. Mein Ziel ist es zwar Grenzen zu verschieben, aber dies muss auf gegenseitigem Einverständnis passieren. Man muss sehen und fühlen, dass alle Beteiligten aus dem was sie tun Lust ziehen. Ich bin kein Monster, sondern will ja dass die Leute Spaß haben – auch wenn der Sex härter ist!

Eine etwas traurige, aber wichtige Frage: In der letzten Zeit machte die US-Branche leider mit ein paar HIV-Fälle auf sich aufmerksam. Wie stehst du dazu?

Wir als Industrie haben eine freiwillige Selbstkontrolle geschaffen, welche für lange Zeit erfolgreich zum Schutz aller in dieser Branche beigetragen hat. In den vorliegenden Fällen kam es nicht am Set zu den HIV-Infektionen, sondern durch externe Aktivitäten. Die Diskussion um das System nervt mich ein wenig: Das System ist effektiv, denn es hat gemacht was es sollte: Niemand hat sich am Set infiziert! Wenn man sich vor Augen führt wie viele Produktionen mit wie vielen DarstellerInnen jeden Tag über die Jahre abgedreht werden, sind die gefunden HIV-Fälle immens wenige – im Vergleich damit, wie viele Menschen sich täglich in Los Angeles mit dem Virus infizieren… ohne es zu wissen!

Dana, letzte Frage: Was hast du in der nächsten Zeit vor?

Ich arbeite jetzt fast ein Jahr als Regisseurin für Evil Angel. In diesem Jahr konnte ich Konzepte vorlegen, meine eigenen Castings und die Produktionszeit für meine Filme bestimmen – es war wirklich eine wunderbare Reise zur Selbstfindung und ich bin echt glücklich. Ich werde versuchen mehr zu entdecken… noch mehr Psycho-Sex-Spielarten! (lacht)

Dana Vespoli! Ich danke dir!

Nein, ich danke dir!

 

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