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Belladonna: Eigentlich wollte ich nie Regisseurin werden

Kategorie: Interviews | Dienstag, 17. April 2012 von Chris Heartcore
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beladonna interview Belladonna: Eigentlich wollte ich nie Regisseurin werdenSie setzte sich bei den Erotic Lounge Awards 2011 mit großem Abstand gegen ihre männlichen Kollegen durch: Belladonna wurde von den deutschen Fans mit dem Fan Award als die beste Regisseurin bedacht. Also flugs mal bei dem Pornostar angeklopft und ein paar Infos für euch eingeholt. Hier also ganz frisch über den großen Teich: Das Interview mit der Erotic Lounge Awards-Gewinnerin, der wunderbaren Belladonna!

Hi Belladonna und herzlichen Glückwunsch zum Erotic Lounge Fan Award 2011 für die beste Regie! Überrascht?

Hallo und vielen Dank! Ich bin wirklich sehr dankbar darüber gewonnen zu haben. Ehrlich gesagt auch sehr überrascht – aber das bin ich meistens wenn ich Preise verliehen bekomme! (lacht)

Du hattest eine längere Pause gemacht. Was war der Grund dafür?

Ich hatte ein Jahr pausiert, weil ich mich nicht mehr mit der nötigen Leidenschaft für meine Arbeit begeistern konnte. Ich musste für mich herausfinden, ob eine Porno-Karriere wirklich noch das ist was ich wirklich möchte – und ob ich noch gewillt bin hier meine Zeit zu investieren.

Was hat dich letztendlich zum Weitermachen bewogen?

Während meiner Auszeit habe ich viel Zeit damit verbracht, mich ganz auf mich selbst zu fokussieren. Dabei habe ich eine neue Leidenschaft für mich entdeckt: Ich habe angefangen mich mit Luftakrobatik zu beschäftigen und habe mich in diese Kunstform total verliebt. Ich möchte diese gerne mit meinen Fans teilen und sie soweit wie möglich in meine Arbeit integrieren. Auch hat die Auszeit und der Abstand mir ermöglicht, viele neue Ideen zu entwickeln.

Wie und wann hast du dich eigentlich entschieden, selbst Regie führen zu wollen?

2002 habe ich angefangen für ein kleineres Studio namens “Sineplex” Regie zu führen. Allerdings habe ich dort nur für drei Filme als Regisseurin gearbeitet, bevor ich dann in der “Evil Angel”-Familie aufgenommen wurde. Ich wollte eigentlich nie Regisseurin werden, aber ich hatte schon damals immer meine Ideen für Szenen meinem damaligen Freund mitgeteilt. Dieser war eben Regisseur. Meine Ideen schienen echt gut und neu zu sein, denn mein Freund bestand darauf, dass ich Regie führen sollte! Ich war auf die ganze Sache eigentlich gar nicht vorbereitet, aber habe mich dazu entschieden in das kalte Wasser zu springen.

Beurteilst du als Regisseurin Filme nun anders als zuvor als Darstellerin?

Ja, ich beurteile Filme jetzt generell nach einem komplett anderen Blickwinkel. Auch wenn ich mir Pornos anschaue, sehe ich sie nun mit den Augen einer Regisseurin. Der Perspektive von Darstellerin und Regie unterschieden sich doch teilweise sehr.

Du bist ein international bekannter und erfolgreicher Pornostar. Was treibt dich im Leben an?

Was mich antreibt ist ganz einfach: Familie, Gesundheit, meine zwei Papageien, Musik, Entspannung und gesundes Essen.

Wie hat sich deiner Meinung nach die Branche in den letzten Jahren verändert?

Oh, die Branche hat sich in den letzten Jahren verdammt viel geändert – hauptsächlich durch den Schwall an frei verfügbarer Pornographie im Internet, welche zu einer Branchen-Rezession in den USA geführt hat. Diese führte zum großen Studios-Sterben, und es haben bis heute nur wenige überlebt. Jene die noch am Start sind verdienen mit ihren Websites und DVDs nur noch einen Bruchteil des bisherigen Geldes, welches sie aber u.a. für neue, qualitativ hochwertige Produktionen bräuchten. Ein Teufelskreis.

Wie sieht dann deiner Meinung die Zukunft der Branche aus?

Du, ich habe absolut keine Ahnung wie die Zukunft aussehen mag, noch was sie bringen wird – aber ich habe auch keinen Moment Angst vor ihr. Ich liebe Veränderungen und ich heiße das Neue gerne willkommen.

Was gibst du jungen Frauen mit auf den Weg, die sich dafür interessieren als Darstellerin oder Regisseurin in der Porno-Branche arbeiten zu wollen?

Ich kann überhaupt nicht damit aufhören Leuten, welche in der Porno-Industrie arbeiten wollen, zu nerven ihre Hausaufgaben zu machen. Und diese lauten: Recherche! Recherche! Recherche!

Wie sieht es mit dir selbst aus: Bist du was Porno angeht auf dem Laufenden? Wer gehört denn zu deinen Lieblingen?

Ich war und bin nie eine große Konsumentin von Pornographie gewesen – lustig, oder? Die einzigen DarstellerInnen die ich also kenne sind jene, die ich selbst interviewt oder mit denen ich als Darstellerin/Regisseurin zusammen gearbeitet habe. Von diesem kleinen Personenkreis gehören momentan London Keyes, Sinn Sage, Alex Gonz, Katsuni, Dana DeArmond und Skin Diamond zu meinen Lieblingen.

Wie sehen deine persönlichen Pläne aus?

Ich möchte auf jeden Fall meine Fertigkeiten in der Luftakrobatik verbessern – ich möchte makellos durch die Luft gleiten können. Auch finde ich die Idee sehr reizvoll als Wellness-Coach zu arbeiten. Auch diese Idee will ich mehr oder weniger verfolgen. Natürlich will ich auch neue Gebiete meiner Sexualität entdecken und diese weiterhin mit den Massen teilen. (lacht) Da ist noch einiges was ich aufzählen könnte, aber du merkst schon in welche Richtung es geht.

Belladonna, vielen Dank und alles Gute für die Zukunft!

Ich danke dir für das Interview! Ich möchte auch allen meinen deutschen Fans ganz herzlich danken. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass ihr mir erlaubt die intimsten Momente mit euch in euren Schlafzimmern zu verbringen! Vergesst mich nicht…

 

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